Bürgerinitiative Naturschutz Siebengebirge e.V.


 

 

Winterarbeit auf der Streuobstwiese PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Chris Harraß   
Samstag, den 26. November 2016 um 20:55 Uhr
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Ende November ruht die Natur, dann ist eine gute Gelegenheit, bei den Obstbäumen nach dem Rechten zu sehen und sie für den Winter fit zu machen. Am vergangenen Samstag trafen sich die Aktiven der Bürgerinitiative, sowie zahlreiche neue Interessenten, um einigen Apfelbäumen einen ordentlichen Schnitt zu verpassen und weitere pflegerische Maßnahmen durchzuführen. An einigen jungen Bäumen wurde der Verbissschutz kontrolliert sowie die Windgurte etwas weiter gestellt, da die Stämmchen mit der Zeit an Umfang zugenommen haben und etwas beengt waren. Unter sachkundiger Anleitung haben sich die neuen Baumpfleger an den Erziehungsschnitt gemacht oder waren beim Abtransport von Schnittmaterial behilflich. Das fiel u.a. beim Stutzen einer großen Weide an, die den Obstgehölzen die Sonne nahm und bis auf den Kopf zurückgeschnitten wurde. Im nächsten Jahr treibt sie wieder frisches Grün.
Da in diesem Jahr die Apfelernte praktisch mangels Äpfeln ausfiel, mussten auch keine Bruchschäden behandelt werden. Statt dessen wurde einigen Altbäumen eine mehr oder weniger intensive Ausdünnung allzu üppiger Verzweigung beschert. Dadurch wurde für den nächsten Austrieb Raum und Licht geschaffen, um gute Früchte zu entwickeln.

Der Letzte Arbeitseinsatz im Jahr auf dem Schnitzenbusch ist auch immer eine gute Gelegenheit, einige vom absterbenden Holz geschnittene Mistelzweige mit nach Hause zu nehmen und sie nach altem Brauch über die Tür zu hängen.

Wie fast immer herrschte wieder bestes Wetter auf der Streuobstwiese, zur Mittagspause saß man zusammen und verspeiste die traditionelle Erbsensuppe aus dem Rottentopf.

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Wie wichtig die richtige Schnittechnik ist, zeigt Ignaz Schmitz eindrucksvoll an einem älteren Stamm. Weil der Ast nicht bündig am Stamm abgeschnitten wurde, ist Regenwasser eingedrungen und hat das Holz von innen verfault. Dadurch könnte  der gesamte Baum gefährdet sein.

Fotos: © Chris Harraß




Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 26. November 2016 um 21:16 Uhr
 
No apple today PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Chris Harraß   
Samstag, den 08. Oktober 2016 um 20:25 Uhr
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Die Apfelernte wäre ja um diese Zeit im Jahr auf den BNS-Streuobstwiesen angesagt, aber 2016 war kein Bedarf - mangels ausreichend Äpfeln. So wurde der zeit-und personalintensive Einsatz auf dem Schnitzenbusch in Oberdollendorf in einen Arbeitseinsatz zum Wohle der jungen Bäume umfunktioniert. Dank einiger neuer Mitglieder konnte neben den Pflegearbeiten an den Umzäunungen der Apfelbaumteenager und Kontrolle der Windgurte auch wieder erste Baumschnitttechniken durch Ignaz Schmitz vermittelt werden. Die wenigen Äpfel, die an den Bäumen hingen, wurden per Pflücker geerntet und der privaten Verwendung zugeführt. Ergänzt wurde der herbstliche Einsatz durch zahlreiche Walnüsse, die jetzt die Speisekammer der Mitglieder vorwinterlich bereichern.

Es ist leider so, dass nicht in jedem Jahr die Apfelernte so üppig ausfällt, wie 2015. Vielleicht war auch die Kälte im Frühjahr, schuld am dann nicht stattgefundenen Bienenflug. Keine Bienen, keine Früchte! Im Bergbereich des Siebengebirges sah die Ausbeute zum Teil ganz anders aus. Mikroklima halt.

Der Arbeitseinsatz wurde gegen Mittag auf der Fläche beendet, um dann an den Geräteräumen der BNS ein gemeinsames zünftiges Mittagessen einzunehmen. Bei der Gelegenheit konnten die Mitglieder den Apfelsaft aus eigener Ernte des Vorjhres probieren und erwerben. Zur Verkostung stand auch der aus dem Saft erzeugte Apfelwein an, und der war gelungen...

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Zeit für Baumschnitt-Ausbildung von neuen Mitgliedern Könnte mehr sein: leere Erntekörbe
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Im Auftrag unterwegs: Naturschutz für das Siebengebirge

© Fotos: Chris Harraß 2016
Neue Mitglieder und der jüngste Nachwuchs waren heute aktiv
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 08. Oktober 2016 um 21:16 Uhr
 
Auch wir sind Dollendorf! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Chris Harraß   
Sonntag, den 26. Juni 2016 um 22:55 Uhr
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Beratung bei einem Schluck Apfelsaft
©Foto: Chris Harraß

Der BNS-Infostand in der Bachstraße
©Foto: Chris Harraß

Zwischen Siebengebirge und Rheinufer liegen die Königswinter Orte Nieder- und Oberdollendorf. Seit nunmehr 1050 Jahren tun sie das, auch wenn es lange keine Trennung gab. Die Orte und ihre Ortsvereine feierten das am letzten Wochenende mit einem gewaltigen Fest, an dem neben vielen Dollendorfer Vereinen auch die Bürgerinitiative Naturschutz Siebengebirge mit einem Informationsstand beteiligt war. Am leider verregneten Samstag führte der beliebte Kostüm-und Genusslauf „le petit `medoc“ am Stand in der Bachstraße vorbei. Dennoch fanden sich einige interessierte Besucher ein und ließen sich über unsere Arbeit informieren. Die ausgestellten Traktoren kamen insbesondere bei den männlichen Besuchern und Kindern gut an.
Der Sonntag bescherte dann besseres Wetter und nach den Festfeierlichkeiten war das Zelt gut besucht. Man fragte Infos über unsere Aktivitäten ab, probierte den Apfelsaft des vergangenen Jahres und nippte am Apfelwein, der zur Verkostung anstand. Viele Broschüren konnten wir verteilen, von den eingelegten Aufnahmeanträgen fanden sogar sechs unmittelbar den Weg zu unserem Vorstand. Wir begrüßen die neuen Mitglieder recht herzlich.

Vielleicht sehen wir ja bei den nächsten Aktionen den einen oder anderen Besucher spontan wieder, worüber wir uns sehr freuen würden.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 26. Juni 2016 um 23:12 Uhr
 
Plastiktüten für den Umweltschutz! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Chris Harraß   
Samstag, den 14. Mai 2016 um 11:04 Uhr
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Foto: © Chris Harraß

Das erscheint zunächst verwirrend, dahinter steckt aber eine gute Idee. Das Thema Verpackungsmüll beschäftigt uns zunehmend, die unzähligen Plastiktüten beim Einkauf tragen nicht unwesentlich dazu bei.
Eine tolle Aktion hat jetzt die Bad Godesberger Buchhandlung Bücher Bosch gestartet. Während es Einkaufstüten aus Papier kostenlos gibt, muss der Kunde für Plastiktragetaschen einen kleinen Betrag bezahlen. Der Erlös kommt dem unmittelbaren Naturschutz, nämlich unserer Bürgerinitiative Naturschutz Siebengebirge, zugute. Das freut uns sehr, auch weil dadurch unsere Arbeit in der Region bekannt gemacht wird.
http://www.buecher-bosch.de/

 
Eingehüllt vom Knoblauchduft einen schnellen Schnitt gemacht... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Chris Harraß   
Samstag, den 30. April 2016 um 17:05 Uhr
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Fotos: © Chris Harraß
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Fotos: © Chris Harraß

Einer der kleineren Flächen der BNS ist der ehemalige Weinberg auf dem Dichberg bei Oberdollendorf. Die jetzige Streuobstwiese ist aber dennoch ein wertvolles Stück Natur. Seine vielfältigen Pflanzenarten fallen nicht sofort auf, aber bei der letztlichen Frühjahrsmahd zog sofort ein starker Knoblauchduft in die Nasen der ca. 15 Aktiven, die sich mit Balkenmäher und Heurechen an die Arbeit im Steilhang machten. Der Weinberglauch war es, der seinen Geruch beim Mähen verströmte. Er ist hier stark vertreten und fühlt sich auf der mageren. sonnigen Wiese wohl. Das Wetter der vergangenen Tage hat das Gras nicht allzu sehr zum Wachsen angeregt, so dass die Mäharbeit rasch erledigt war. Einige Flecken blieben aber verschont, so dass sich hier die seltenen Pflanzen weiter entwickeln können. So blieb noch Zeit, alte Holzreste, an den Wiesenrand zu schaffen und den zuletzt gepflanzten jungen Apfelbäumen eine Pflege zukommen zu lassen. Mit der Kettensäge wurde der immer weiter vordringende Wald zurückgeschnitten, so kann wieder mehr Sonnenlicht auf die Fläche fallen und für gesundes Wachstum sorgen.
Wie immer gab es zwischendurch einen deftigen Eintopf, der am Rand der Weinberge mit Fernblick in die Kölner Bucht besonders gut schmeckte.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 30. April 2016 um 17:16 Uhr
 
Ein leckeres Früchtchen... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Chris Harraß   
Dienstag, den 19. April 2016 um 11:25 Uhr

wächst da auf unserer Weinbergbrache am Dollendorfer Kellerberg heran. Als traditionelle Ersatzbepflanzung auf Weinbergen haben einige Weinbergpfirsichbäume nun eine neue Heimat gefunden. Die halbhohen Bäume liefern leckere, fleischige Früchte, die sich sehr gut zu Marmeladen verarbeiten lassen.


Die Aktiven der BNS haben sich mächtig ins Zeug gelegt, um auf der steilen Lage die jungen Bäume zu pflanzen und einen stabilen Schutzkäfig darum zu bauen, damit die hier weidenden Ziegen den zarten Stämmchen nicht vorzeitig den Garaus machen. Vielleicht können schon im nächsten Jahr die ersten pelzigen Pfirsiche geerntet werden.

Fotos: © Chris Harraß

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Frühjahrsputz PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Chris Harraß   
Freitag, den 25. März 2016 um 12:54 Uhr
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Der Winter hinterlässt Spuren, auch auf unseren Streuobstwiesen, wie hier auf dem Schnitzenbusch. Umso wichtiger war der letztliche Arbeitseinsatz Ende Februar, um die Fläche für das doch nun bald kommende Frühjahr vorzubereiten. Morsches Holz war an den Obstbäumen zu entfernen, um Krankheiten vorzubeugen. Die Drahtkäfige um die jungen Bäumchen hatten sich zum Teil stark mit wilden Trieben und Brombeerranken gefüllt, sie wurden mit Hacke und Schere entfernt. Damit die Singvögel wieder saubere Brutplätze vorfinden konnten, galt ein besonderes Augenmerk der Reinigung der zahlreichen Nistkästen. Erfreulicher weise waren die meisten der Kästen im vorigen Jahr bewohnt. Einige wenige Apfelbäume bekamen einen Erziehungsschnitt verpasst, damit der Wuchs fortan in die richtige Richtung geht.

Die sonnige Tallage der Streuobstwiese am Schnitzenbusch, der ja ein ehemaliger Weinberg ist, begünstigte die erste Obstbaumblüte, wenn auch recht zaghaft. Jedenfalls fanden die Bienen schon Gefallen daran.

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fotos: © Chris Harraß
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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 25. März 2016 um 13:03 Uhr
 
Es brummt! Ohne Bienen kein Obst... PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Chris Harraß   
Dienstag, den 09. Februar 2016 um 21:51 Uhr

Unser Vereinsmitglied Manfred Schmitz ist Imker ( www.wiesenkind.de ) und hat u.a. auf unseren Streuobstflächen Bienenvölker aufgestellt. Über die Bedeutung der kleinen Brummer für eine gute Apfelernte referiert er im nachfolgenden Artikel.
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Bedeutung der Honigbiene für den Obstbau und für Streuobswiesen

Die Pflege und Erhaltung der teils vom Austerben bedrohten lokalen und regionalen Obstsorten (Apfel, Birne, Pfaume, Kirsche und Pfirsich) im Rheinland ist seit fast 30 Jahre ein Anliegen der Bürgerintitiative Naturschutz Siebengebirge e.V. (BNS). Von den knapp 50 im Rheinland identifizierten, teils regional nur als „Dorfsorte“ von wenigen Menschen bekannten Obstsorten, könnten nicht wenige, ohne Nachpflanzungen kulturgeschichtlich endgültig verloren gehen. Dabei ist es gerade die Vielfalt, die –im wahrsten Sinne des Wortes- fruchtbar ist und eine Vielfalt an Insekten hervorbringt und von ihr wiederum profitiert. Die Bedeutung von Bienenvölkern als Hauptbestäuber in Streuobstwiesen, die zum Teil in oder an der Grenze zu Naturschutzgebieten liegen, soll im Folgenden dargestellt werden.


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Die Bestäubungleistung zahlreicher Kultur-und Nutzpflanzen durch die Honigbiene, tritt durch die Honiggewinnung oft in den Hintergrund. Sie wird in ihrer Bedeutung und ihrem Wert unterschätzt und löst bei Vergleichen immer wieder Erstaunen aus. Der volkswirtschaftliche Nutzen der Bestäubungsleistung übersteigt den Wert der Honigproduktion um das 12 bis 15 fache: Rund 80% aller Wild- und Nutzpflanzen sind auf die Honigbienen als Bestäubung angewiesen.

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 10. Februar 2016 um 13:14 Uhr
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First Cut! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Chris Harraß   
Samstag, den 30. Januar 2016 um 15:58 Uhr
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Fotos: © Chris Harraß
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chh So richtig Winter war es ja nun mal nicht auf dem Schnitzenbusch, trotzdem war vor dem nahenden Frühjahr ein Pflegeschnitt , dem ersten in diesem Jahr, an den Apfelbäumen erforderlich. Die Wettervorhersage war nicht besonders optimistisch, Acht Mitglieder (und ein Hund) ließen sich aber davon nicht abhalten und so rückten sie mit „kleinem Besteck“ auf die Fläche oberhalb von Oberdollendorf. Einiges an Winterbruch konnte entfernt werden, wo noch Grobschnittarbeiten vom vergangenen Jahr zu erledigen war, kam die Motorsäge und der Hochentaster zum Einsatz. Nach einigen Stunden war ein großer Haufen Reisig entstanden, der auf der Rotte entsorgt wurde. Ein gemütliches Mittagessen aus dem Rottentopf gab es diesmal nicht, der Regen drohte allzu heftig.
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 07. Februar 2016 um 17:43 Uhr
 
Abbruchsicherung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Chris Harraß   
Samstag, den 21. November 2015 um 18:21 Uhr

(chh) Obstbäume sind bisweilen, besonders, wenn sie schon viele Ringe unter der Borke haben, sehr schön anzusehen mit ihrer mächtigen Krone. Was aber, wenn dann ein sehr fruchtbares Apfeljahr kommt und die Früchte so zahlreich und schwer sind, dass die lang ausladenden Äste abzubrechen drohen? So geschehen in diesem Jahr, als in einer Sonderaktion die Mitglieder der BNS mittels eilig geschlagener Fichtenstangen Unterstützung geben mussten.
Jetzt, nachdem die üppige Ernte abgeschlossen und das Laub von den Bäumen ist, machten sich die Baumpfleger daran, die bis zu 5-6m langen Äste einiger gefährdeter Apfelbäume zu stutzen. Mittels Hochentaster wurden sie bis zur Hälfte eingekürzt und damit erst einmal die Bruchgefahr gebannt. Das Astwerk fand dann mit Traktorunterstützung seinen Platz auf der Rotte am Waldwand.

Da das vorhergesagte Regenwetter an diesem Herbstsamstag ausblieb, machte sich die Truppe noch an einigen jungen Bäumen zu schaffen und entfernte kleine Bruchäste oder sorgte für die Komplettierung von Verbissschutzkäfigen. Einige wenige Äpfel hingen noch auf den Bäumen und wurden vor Ort verspeist. Entgegen der Tradition gab es zur mittäglichen Stärkung diesmal keine Eintopfsuppe, sondern einen zünftigen Fleischkäse in der Basisstation der BNS.
Die Bürgerinitiative kann auf ein gutes Jahr zurückblicken. Die betreuten Streuobstwiesen und Weinbergbrachen sind in einem guten Zustand, ein für die Arbeit wertvoller Traktor wurde angeschafft und die diesjährige Apfelernte war überwältigend. Vielleicht finden im nächsten Jahr auch noch einige junge Menschen den Weg auf die Apfelwiesen. Herzlich eingeladen sind sie auf jeden Fall...

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Alle Fotos: © Chris Harraß

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 21. November 2015 um 18:34 Uhr
 
Volle Ladung Obst PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Chris Harraß   
Sonntag, den 11. Oktober 2015 um 08:37 Uhr

„Die Äste so schwer und die Äpfel so rot“, so stellte sich die Situation auf den Streuobstwiesen der BNS nicht nur auf der Streuobstwiese am Schnitzenbusch in königswinter-Oberdollendorf dar. Schon im Vorfeld vor einigen Wochen mussten gefährdete Äste abgestützt werden, um ein Auseinanderbrechen unter der Apfellast zu verhindern.

Am vergangenen Samstag nun war der Tag der Ernte. Bei anfangs frischem, später sogar sonnigem Herbstwetter fanden sich zahlreiche Mitglieder und Gäste auf der Wiese ein, um zunächst mit großen Planen die Flächen unter den Bäumen abzudecken, auf die dann die Massen an geschüttelten Früchten fielen. Grob sortiert, in Körbe gefüllt und dann per Traktor zum Container gefahren, kamen innerhalb einiger Stunden rund 15 Kubikmeter Streuobstäpfel zusammen. Nach der Vermostung entsteht daraus später Apfelsaft und vielleicht auch eine kleine Menge Apfelwein. Der Saft kann im Anschluss an die jeweiligen Aktionen von den Mitgliedern erworben werden.
Besonders schöne Apfelexemplare wurden von den Naturschützern per Hand vom Baum gezupft, um im heimischen Lager den Winter über als Vitaminspender zu dienen. Dabei konnte man anhand der zahlreichen Sorten einen guten Geschmacksvergleich vor Ort anstellen. Das macht eben sinnvolle Streuobstwirtschaft aus. Alte Sorten erhalten und Vielfalt herstellen. Daran arbeiten die Aktiven der BNS schon seit vielen Jahren auf verschiedenen Flächen rund um Oberdollendorf.
Besonders schön war es, die Kinder und Jugendlichen zu sehen, die mit Freude und Ausdauer an der Apfelernte beteiligt waren.

Wer einmal bei der Pflege von Streuobstwiesen und den Weinbergbrachen dabei sein möchte, ist wie immer herzlich eingeladen. Die Aktionen werden auf der Terminleiste der Internetseite angekündigt.

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Fotos: © Chris Harraß 2015
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 11. Oktober 2015 um 08:44 Uhr
 
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