
Misteln über die Tür!
Wenn die Tage grau sind und die Dunkelheit früh kommt, wird es heimelig auf den Streuobstwiesen. Die Blätter sind abgefallen, letzte Äpfel hängen hartnäckig an den Ästen. Allein in manchen Baumkronen der altehrwürdigen Bäume leuchtet es grün. Hell, groß und weithin sichtbar.
Misteln machen sich auf den alten Ästen breit, durchdringen nach und nach das gesamte Holz und schwächen den Baum immer mehr. Gut, dass es da diesen alten Brauch gibt, nachdem um die Weihnachtszeit ein Mistelzweig über die Tür gehört, unter dem sich dann Liebende küssend wiederfinden und somit ewiges Glück erhoffen...

Fotos © Chris Harraß/BNS
Soweit der Aberglaube, in der Realität musste dieser parasitäre Schädling entfernt werden, was für die Vorstandskräfte der BNS alljährlich Anfang Dezember geschah. Die entfernten Mistelbüsche wurden dann am Folgetag auf dem Garagenhof an die Mitglieder bei Glühwein und Gebäck abgegeben. Was übrig blieb, fand in der Nachbarschaft an exponierter Stelle dankbare Abnehmer.
Bei dieser Aktion konnten sich die Mitglieder auch wieder mit Apfelsaft, Apfelwein, -sekt und dem besonderen Apfelbrand nach Calvados-Art eindecken.