Bürgerinitiative Naturschutz-Siebengebirge e.V.

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First Cut auf dem Schnitzenbusch

Der erste Arbeitseinsatz im neuen Jahr `22 auf dem Schnitzenbusch fand bei strahlendem Sonnenschein statt. Schöner kann Motivation nicht sein. Ungefähr 25 Aktive machten sich mit Leitern, Scheren und Sägen daran, den Obstbäumen einen passenden Frühjahrsschnitt zu verpassen. Eine gute Gelegenheit, das Erlernte des voraus gegangenen Baumschnittkurses anzuwenden. Gut strukturiert vorbereitet ging es dann in kleinen Teams unter fachkundiger Anleitung an die Arbeit. Auch der Bodenbereich der jungen Apfelbäume wurde von Gestrüpp und Wurzeltrieben befreit. An einigen alten Obstbäumen mussten morsche Dickäste mit dem Hochentaster entfernt werden, um Fäulnisherde zu entfernen. Ein besonderes Augenmerk galt den zahlreichen Brutkästen, die alljährlich kontrolliert und gesäubert werden müssen.

Fotos: © Chris Harraß
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Nistksten
Natürlich gab es wieder die beliebte Eintopfverpflegung aus dem Gruppentopf, diesmal mit einer vegetarischen Variante. Ein gelungener Jahresauftakt für die Arbeit auf den Flächen der Bürgerinitiative.

Schnipp-Schnapp, Ast ab...

so einfach ist es leider nicht, wenn es um den richtigen Beschnitt von Apfelbäumen geht. Etwa 30 Interessierte, Mitglieder und Gäste wollten genau das lernen, ohne den Zeitdruck, den es bei den turnusmäßigen Arbeiten auf den Streuobstwiesen machmal gibt. Aufgeteilt in zwei Gruppen, jeweils in gebührendem Corona-Abstand, erklärten Vorstand Ignaz Schmitz und Obstbaumwart Rainer Przygoda die richtige Herangehensweise an einen sinnvollen und schonenden Obstbaumschnitt.
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So sollen z.B. zu lange Äste in einem glatten, schrägen Cut hinter einer Knospe gekürzt werden. Dann kann der Zweig dort neu treiben. Bei einem parallelen Schnitt könnte Regenwasser auf die Schnittfläche gelangen und zum Beginn einer inneren Fäule führen. Die erworbenen Kenntnisse können bei einer der nächsten Aktionen umgesetzt werden.
In Anbetracht der nebeligen Kälte kam eine kleine Glühweinpause gerade recht, dabei gab es einen regen Austausch über Obstbaumprobleme.

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© Fotos: Chris Harraß

Frohe Weihnachten!

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Das Rote Seidenhemdchen auf dem Schnitzenbusch...

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Auf der von der Bürgerinitiative Naturschutz Siebengebirge betreuten Streuobstwiese am Schnitzenbusch, oberhalb von Königswinter-Oberdollendorf, wurden 40 neue Apfelbäumchen gepflanzt. Zum einen war dies eine regelmäßige Ergänzung des Bestandes. Zum anderen hat ein infektiöser Rindenbrandvirus im letzten Jahr die Verbrennung von 16 jungen Bäumen erforderlich gemacht. Diese wurden jetzt ersetzt und zusammen mit weiteren alten Apfelsorten wie dem „Roten Seidenhemdchen“ eingepflanzt. Für die dafür erforderlichen Pflanzlöcher setzten wir erstmalig einen kleinen Bagger ein, der die Arbeit innerhalb eines Arbeitstages erledigte. Per Hand hätten wir viele Tage buddeln müssen.. Um die heutige Pflanzaktion effektiv zu gestalten, haben Mitglieder der BNS Tage vorher die Materialien zur Pflanzung und Stabilisierung wie Pfähle und Maschendraht vorbereitet. Am Pflanztag fanden dann die Arbeitstrupps auf der Streuobstwiese das Material an den Pflanzlöchern wieder.
Um die Neupflanzungen später besser identifizieren zu können, wurde ein Luftbildkataster der Fläche angelegt, das später mit den Sortennamen belegt wird.



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Tatkräftige Unterstützung fanden die Naturschützer von ihren Mitgliedern, dem Alpenverein Sektion Rhein Sieg, dem Verband der Ortsvereine Oberdollendorf, der Jägerschaft sowie dem Lauftreff Siebengebirge sowie der SSG Bonn unterstützt. Spontan haben sich auch Diesen Einsatz werten die Naturschützer als Wertschätzung und Anerkennung ihrer Arbeit. Spontan haben sich auch einige engagierte Bürger aus der Umgebung an der Aktion beteiligt. So konnte die Arbeit mit ca.50 Helfern gut erledigt werden.

Die Züchtung der jungen Bäume alter heimischer Sorten erfolgte in der Baumschule Neuenfels in Uthweiler, der die Bäume über das Jahr hinweg bis zur Pflanzung umsorgt hat. . Die Beschaffung wurde durch Mittel des Landes NRW zur Verbesserung grüner Infrastruktur (30 Bäume) und der Allianz-Vertretung C. Höfe aus Königswinter (10 Bäume) ermöglicht. Pfahl- und Zaunmaterial zum Schutz der jungen Bäume gegen Wind und Verbiss durch Rehwild und Weideziegen hat die Königswinterer Holzfirma Ferdinand Hoitz unterstützt. Die Baggerarbeit hat die Fa. Bausanierung Koeppler übernommen. Ohne dieses vielfältige Sponsoring wäre eine qualifizierte Naturschutzarbeit kaum möglich.

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Fotos: © Chris Harraß

Das Bewässern der Bäumchen nach dem Pflanzen erfolgte aus dem neu angeschafften 1000l - Tankwagen. Für die warmen, trockenen Tage bekommen die jungen Stämme spezielle Wassersäcke, die einen Wasservorrat vorhalten und die Wurzelballen allmählich benetzen.
Wie immer bei den BNS-Aktionen, gab es in der Pause den bekannten Eintopf aus dem Gruppentopf, diesmal auch mit einer fleischlosen Variante, der gut angenommen wurde... Natürlich wurde den aktuellen Gesundheits-Erfordernissen Rechnung getragen, gemäß der COVID 19 Erfordernissen arbeiteten die Teams in kleiner Besetzung und in ausreichender Entfernung zueinander, zur Pause gab es statt der engen Biertische einen riesigen „Bankkreis“. Hier lauschten die Helfer dann auch den Ausführungen des Obstbaumwartes zum richtigen Vorbereitungsschnitt eines jungen Baumes.

In den folgenden Jahren wird den „Heranwachsenden“ eine besondere Pflege zukommen, ein Erziehungsschnitt und eine Stammdüngung sind nur einige der Pflegemaßnahmen. Natürlich gilt die Aufmerksamkeit auch dem Altbestand, der jährlich meist für üppige Apfelernte sorgt, die zu Apfelsaft, Apfelwein oder sogar Apfelsekt verarbeitet wird.

Sorge bereitet den Streuobstbetreuern die zunehmende Unart einiger Menschen, vor der Ernte einen Großteil der Äpfel zu stehlen. Ursächlich sind hier auch Einträge bestimmter Internetseiten verantwortlich, wo vermeintlich nicht bearbeitete Obst- und Gemüsebestände zum kostenlosen Abernten beworben werden. Wer allerdings Früchte von erkennbar gepflegten Beständen entwendet, macht sich strafbar. Immerhin bestreitet die BNS einen Teil ihrer Mittel aus dem (internen) Verkauf von Apfelsaft und co. .

Wer gerne in einer netten Gruppe bei der Langzeitpflege der Obstbaumbestände oder den jährlich anfallenden Nebenarbeiten mitarbeiten möchte, kann sich gerne unter www.naturschutz-Siebengebirge.de melden.

 

Wieder auf der Fläche...

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Nach langer Zeit war es endlich wieder einmal soweit: Zusammen mit gut 20 Mitgliedern ging es auf dem Zengeling oberhalb des Mühlentales dem wuchernden Bodengewächs an den Kragen. Nicht nur das Gras und die Kräuter auf den freien Flächen, auch das Buschwerk und diverse Robinienschößlinge auf den im Winter gerodeten Arealen hatte beachtlich an Umfang zugenommen. Zum Glück erwischte die frühmorgendliche Mähgruppe ein trockenes Wetterfenster, so dass die Arbeit im steilen Gelände gut von der Hand ging. Selbst die daumendicken Robinientriebe knackte der mittlerweile in die Jahre gekommene Schweizer Balkenmäher. In den nächsten Monaten sollte er aber durch einen neuen leistungsstärkeren ersetzt werden. Dafür werden noch Sponsoren gesucht...

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Fotos: © Chris Harraß, BNS

Das Mähgut konnte dann von vielen Helfern per Handarbeit auf die talseitige Rotte befördert werden. Erfreulicher Weise halfen auch einige Jugendliche begeistert mit. Natürlich durfte auch die obligatorische Eintopfpause nicht fehlen, natürlich unter Einhaltung aller hygienischen Erfordernisse.

Die Streuobstbäume auf dieser Fläche sehen ganz gut aus, der Ertrag zufriedenstellend. Insgesamt ist die Wiese am Zengeling jetzt wieder in einem naturgemäßem Zustand.