
Ruud un Jröön, de Boom weed schön!
Was sich wie post-karnevalistische Nachwirkung anhört, ist vielmehr eine sinnvolle Kennzeichnung der Obstbäume auf unserer Streuobstwiese am Schnitzenbusch. Rotes Band = schneiden, grünes Band = Bodenbearbeitung. Auf diese Weise war das Arbeitspensum des Tages klar benannt, jeder der rund 20 Aktiven, die sich trotz regnerischen Tendenzen aufmachten, um notwendige Pflegearbeiten zu erledigen. Besonders die älteren Bäume hatten längere Zeit keine Baumschere gesehen und drohten zu verwildern. Mit gezielten Schnitten wurden etwa quertreibende Äste entfernt oder, wenn sie denn dicker waren, fielen sie der Kettensäge zum Opfer. Bald schon konnte man wieder die luftigen Kronen bewundern, die für das kommende Jahr reichen Fruchtansatz ermöglichen sollen. Drahtkäfige um die jungen Apfelbäume mussten geöffnet werden, damit der Bewuchs um die Baumscheiben entfernt werden konnte. Bei der Gelegenheit gab es noch eine Gabe Dünger an die Wurzeln.

Besonderes Augenmerk legten wir diesmal wieder auf die Inspektion der an den Bäumen aufgehängten Nistkästen. Leiter anlegen, nach oben klettern, die Kästen öffnen und von den Rückständen der letzten Brutzeit befreien. Wegen der Infektionsgefahr wurde hier mit besonderer Schutzausrüstung verfahren.
Fotos: © Chris Harraß/BNS
Der drohenden Regengefahr geschuldet, wurde die traditionelle Eintopfpause kurzerhand in die Garagen am „ Basislager“ verlegt, dem Appetit und der Geselligkeit hat das nicht geschadet.