
40 Jahre für ein paar Äpfel... Das Jubiläum!
Was 1986 als Protestbewegung gegen ein geplantes Baugebiet in Oberdollendorf begann, hat sich im Laufe der nun 40 Jahre zu einem respektablen Naturschutzverein entwickelt. Nach ersten Orientierungen im Umgang mit Streuobstwiesen und der dafür erforderlichen Gerätschaften wurde die Ausrüstung professioneller und die Ansammlung von naturschutzaffinen Menschen immer größer.
Heute versammelt die Bürgerinitiative Naturschutz Siebengebirge nahezu 300 Mitglieder um sich. Sie betreut im Raum Oberdollendorf ca. 12 ha Naturflächen. Neben der größten Fläche am Schnitzenbusch, auf der die Hauptarbeit mit Streuobst stattfindet, kümmert sich die Gruppe auch um einen ehemaligen Weinberg am Kellerberg und zwei kleinere, verborgene Naturflächen am Dichberg und am Zengeling. Hier wird in erster Linie dem Artenschutz durch regelmäßige Mahdt und Entbuschung gedient.
Ignaz Schmitz, 1. Vorsitzender bei seiner Festrede
Fotos/Text: Chris Harraß/BNS
In diesem Jahr konnte die BNS ihr 40-jähriges Jubiläum feiern. In der Vinothek des Weinguts Pieper in Rhöndorf trafen sich rund 100 Mitglieder und Ehrengäste. Vertreter des Rhein-Sieg-Kreises, der Stadt Königswinter, der NRW-Stiftung und verschiedener Ortsvereine brachten Grußworte mit und würdigten die gute Arbeit der Gruppe um den Vorsitzenden Ignaz Schmitz.
Dieser ließ in seiner Festrede die Entwicklung des Vereins Revue passieren und erwähnte dabei auch die zahlreichen Auszeichnungen, so z.B. den UN-Preis für ökologische Vielfalt.
Natürlich gab es auch Ehrungen für Mitglieder, die von Beginn an zum Personal der Streuobst-begeisterten zählten.
Ehrung für 40 Jahre Mitgliedschaft

Gastgeber und Förderer Felix Pieper (r)
Für die musikalische Unterhaltung sorgte in hervorragender Weise der Männerchor Oberdollendorf mit Liedern heimischer Autoren.
In der bezaubernden Kulisse am Rhöndorfer Weinberg ließen es sich die Gäste bei Weinen des Weingutes Pieper und leckerem Fingerfood, von den Vereinsmitgliedern zubereitet, bis in die Abendstunden gut gehen.
Die Bürgerinitiative ist insgesamt personell, ideell und technisch sehr gut aufgestellt, wenn auch der Wunsch nach jüngeren Mitgliedern, auch solchen, die Interesse an Vorstandsarbeit haben, allgegenwärtig ist. So sieht der Vorstand sehr entspannt den nächsten Jahren entgegen. Arbeit gibt es auf den Flächen rund um Oberdollendorf genug.